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Fluss des Lebens: Yukon – Ruf der Wildnis

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Fluss des Lebens: Yukon – Ruf der Wildnis

In dem Film „Fluss des Lebens: Yukon – Ruf der Wildnis”, geht es um Goldgräberin Annika, die ein zurückgezogenes Leben am Yukon führt, bis eine deutsche Urlauber-Familie in ihre Hütte platzt und die Einzelgängerin auf eine harte Probe stellt… Der Film ist im kanadischen Whitehorse sowie Dawson City und Umgebung entstanden.

Ausstrahlung:

Sonntag, 22. September 2019, 20.15 Uhr im ZDF
ab Samstag, 21. September 2019, 10.00 Uhr in der ZDF-Mediathek

Daniel (Florian Lukas), Lisa (Ulrike Kriener), Frauke (Milena Dreissig) und Linus (Taddeo Kufus) erhalten ungläubig von Annika Anweisungen, wie sie sich verhalten sollen, falls sie auf einen Bären stoßen sollten.

Zum Inhalt: Annika liebt ihr ruhiges Leben – abgeschottet von der Außenwelt wohnt sie am kanadischen Yukon. Die einzige Kommunikation nach Außen bekommt sie durch einen Freund, der sie einmal in der Woche mit Lebensmitteln versorgt. Doch von den einen auf den anderen Tag wird ihr beschauliches Leben durch Daniel und seine Familie durchgewirbelt. Überrascht von einem Sturm platzt der sympathische junge Mann mit Mutter Lisa, Ex-Frau Frauke und Sohn Linus in ihre Hütte herein.

Daniel ist mit seiner Familie nach Kanada in den Urlaub geflogen, um seinen langehegten Traum vom Goldgräber-Abenteuer wahr werden zu lassen. Vom Sturm überrascht haben sie all ihre Sachen verloren – samt Daniels Tabletten, die er wegen eines Herzfehlers einnehmen muss. Doch das er krank ist weiß seine Familie nicht…Für Daniel beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Annika willigt ein der Familie zurück in die Zivilisation zu helfen. Doch auch sie trägt ein Geheimnis mit sich herum. Sie hat sich von der Außenwelt bewusst zurückgezogen, um den Tod ihrer Tochter zu verarbeiten. Die Wanderung stellt alle vor einige Herausforderungen. Auf ihrem Trip erscheint immer wieder derselbe Wolf – Annika deutet es als Zeichen, dass er ihr einen Weg zu weisen scheint. Langsam wird ihr klar, dass sie sich Daniel und seiner Familie gegenüber öffnen- und ihr Geheimnis teilen muss.

Besetzung:

Annika (Dagna Litzenberger-Vinet), Daniel (Florian Lukas), Lisa (Ulrike Kriener), Frauke (Milena Dreißig), Linus (Taddeo Kufus), Louis (Trevor Caroll) und viele mehr …

Hintergrund und weitere Teile der Reihe „Fluss des Lebens”:

„Fluss des Lebens: Yukon – Ruf der Wildnis” ist der siebte Film der Herzkino-Reihe und entstand im September 2018 in Kanada. Die Reihe “Fluss des Lebens” zeichnet sich durch hochkarätige Besetzungen aus. Die Sendung führt die Zuschauer an bekannte Flüsse und Ströme dieser Erde. In den Geschichten finden sich die Protagonisten in existenziellen Situationen wieder, die ihnen neue Perspektiven auf ihr Leben, die Liebe und andere Kulturen ermöglichen.

Im Jahr 2019 zeigte das ZDF mit „Fluss des Lebens – Kwai: Familienbande” den sechsten Teil der Reihe. Bereits ein Jahr zuvor war „Fluss des Lebens: Okavango – Fremder Vater” zu sehen. 2017 wurden „Geboren am Ganges” (Teil 4) und „Geliebte Loire”(Teil 3) ausgestrahlt. Der erste Teil, „Verloren am Amazonas”, wurde im Jahr 2013 gesendet, ein Jahr später folgte „Wiedersehen an der Donau”.

Interview mit Dagna Litzenberger-Vinet

In Fluss des Lebens – Yukon” spielen Sie eine junge Frau, die mutterseelenallein in die kanadische Wildnis ausgewandert ist. Was macht Annika aus?

Die Idee sich zurückzuziehen, an einen solchen Ort zu reisen und dort von vorne anzufangen, ist für viele eine Art Idylle – eine, die aber nur die wenigsten wagen. Es braucht Mut, das System, in dem wir funktionieren, zu verlassen. Annika aber sagt von sich, dass sie nicht mutig sei. Sie ist nicht aus Lust “geflohen”, sondern weil sie verschwinden wollte und will. Um ihre Trauer und ihre Einsamkeit zu spüren. Aber Annika ist für mich trotz allem immer sehr eigenwillig und stark, und auch wenn sie geflohen ist, bleibt in ihr ein unglaublicher Wille zum Leben, welcher nicht erloschen ist.

Annika (Dagna Litzenberger) lebt, nach dem Tod ihrer Tochter, zurückgezogen als Goldwäscherin am Yukon in Kanada.

Im Film spürt Annika eine mystische Verbindung zu einem Wolf. Um die Tiere gibt es auch in Deutschland zunehmend hitzige Diskussionen.

Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich auf diese Szenen beim ersten Lesen des Drehbuchs reagiert habe. Ich liebe diese Tiere und fand die Verbindung mit Annika sehr interessant. Der ganzen Geschichte verleiht es eine zunehmend mystische und symbolische Atmosphäre, die in Verbindung mit dem Ort Yukon noch spezieller wird.
Es handelte sich beim Dreh um einen trainierten Wolfshund. Die Trainer waren immer dabei und die Tiere waren perfekt darauf vorbereitet, das zu tun, was von ihnen erwartet wurde.

Nachdem Daniel in den Fluss gefallen ist und abgetrieben wird, folgt Annika (Dagna Litzenberger) einer Wolfserscheinung, die ihr den richtigen Weg durch den Wald weist.

Interview mit Florian Lukas

Für Daniel könnte die Reise nach Kanada das letzte Abenteuer im Leben sein. In welcher Situation steckt er?

Daniel leidet an einer ernsten Herzerkrankung, die schwer zu operieren ist. Seine letzte Hoffnung setzt er auf eine OP, die vielleicht nicht erfolgreich sein wird. Seine Familie weiß nicht, dass er krank ist und dass dieser Roadtrip die letzte gemeinsame Zeit sein könnte.

Nachdem Annika Daniel (Florian Lukas 2.v.l.) aus dem Fluss gezogen hat, erfahren Lisa (Ulrike Kriener, l.), Frauke (Milena Dreissig, 2.v.r) und Linus (Taddeo Kufus,r.) von Daniels Krankheit, und was der eigentliche Grund der gemeinsamen Reise an den Yukon ist.

Die Dreharbeiten fanden überwiegend unter freiem Himmel statt. War das für Sie auch eine Art Abenteuer? Sie mussten beim Dreh ja sogar selbst in den Fluss springen …

Der Yukon ist ein Abenteuer. Wir haben es gesucht, und wir haben es gefunden. Stille Flussfahrten in der Nachtdämmerung. Bärenalarm am Set. Die Saloons von Dawson City, Wildwasser und Geisterstädte am Ende der Welt. Am faszinierendsten war die absolute Stille. Und die Nordlichter während der Nachtdrehs.

Daniel (Florian Lukas, 2.v.l.), Lisa (Ulrike Kriener, M.), Frauke (Milena Dreissig, 2.v.r.) und Linus (Taddeo Kufus, r.) folgen Annika (Dagna Litzenberger, l.) auf dem Weg nach Dawson, in der Hoffnung, dass sie rechtzeitig ankommen werden.

Interview mit Ulrike Kriener

Sie spielen Lisa, die mit einer gewissen Naivität an den Yukon reist. Was lernt sie in der fremden Umgebung?

Dass Bären gefährlich sind und Elche nicht nur nett (lacht). Nein, im Ernst: Lisa ist einfach eine unbekümmerte Frau, die ihre eigenen Maßstäbe – so, wie sie sie in Europa gelernt hat – auf Kanada überträgt. Aber sie lernt ihre Grenzen kennen und wird durch die Erlebnisse gezwungen, sie zu überschreiten. Außerdem hat sie einen trockenen Humor, der es ihr ermöglicht, bedrohliche Situationen auszuhalten.

Lisa (Ulrike Kriener) gibt Linus ein kleines Taschenmesser für den Weg nach Dawson, nachdem seine Mutter ihm verboten hat, eine große Machete mitzunehmen.

Lisa scheint keine Angst vor der Wildnis zu haben. Waren Sie vor Drehbeginn ähnlich furchtlos?

Ich hab natürlich viel über Kanada gelesen, und außerdem wusste ich eine Menge von meinem Mann, der vor 25 Jahren im Kanu den Yukon runtergefahren ist. Außerdem waren wir vor zehn Jahren als Familie in Alberta im Urlaub.

Fotos: ZDF/Erik Pinkerton

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